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17.07.2020 – Personalisiertes Therapiemonitoring bei Schwarzem Hautkrebs

Personalisiertes Therapiemonitoring bei Schwarzem Hautkrebs

Tübingen, 17. Juli 2020 – Mit dem Ziel, den Therapieverlauf von Melanompatienten während einer Immuntherapie besser zu überwachen, startet am Universitätsklinikum Tübingen ein neues Forschungsprojekt. Anhand genetischer Informationen aus dem Blut in Kombination mit Bildgebung des Tumors mittels PET/CT soll dies nun untersucht werden und so ein individualisiertes Therapiemonitoring der kombinierten Immuntherapie ermöglicht werden. Die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie fördert die Forschungsarbeit mit insgesamt 131.020 Euro für zwei Jahre.

Immer mehr Krebserkrankungen werden inzwischen mithilfe von Immuntherapien behandelt. Dabei kommen sogenannte Checkpoint-Inhibitoren zum Einsatz, die das körpereigene Abwehrsystem für den Kampf gegen die Krebszellen nutzen. So auch beim Melanom, dem schwarzen Hautkrebs. Einen hohen Stellenwert beim Melanom hat dabei die doppelte Checkpoint-Blockade: „Mehr als die Hälfte aller Melanompatienten spricht auf eine kombinierte Immuntherapie an, bei jedem fünften Patienten verschwinden die Metastasen sogar komplett. Solche Ergebnisse waren vor Einführung der Checkpoint-Inhibitoren undenkbar“, so Dr. med. Andrea Forschner, Leiterin der Melanomambulanz der Hautklinik des Universitätsklinikums Tübingen, die zusammen mit Prof. Dr. med. Christina Pfannenberg vom PET/CT-Zentrum der Universitätsklinik Tübingen diese Studie leitet.

Dr. Andrea Forschner (Dermatoonkologie, Hautklinik), in der Mitte Prof. Christina Pfannenberg (PET/CT, Radiologie), rechts Dr. Christopher Schroeder (Humangenetik). Fotograph: Peter Jammernegg

Bei Patienten, die gut auf die Immuntherapie ansprechen und bei denen sie im Verlauf beendet werden kann, stellt sich die Frage nach der weiteren Überwachung. „Einerseits sollte diese so engmaschig wie möglich erfolgen, andererseits wollen wir den Aufwand und die Strahlenexposition für unsere Patienten so gering wie möglich halten. Es fehlen hier klare Vorgaben für die Kontrollintervalle und die Patienten sind verständlicherweise in der Phase der Nachbeobachtung immer noch sehr angespannt“, erklärt Dr. Forschner die gegenwärtige Sachlage.

Funktionelle bildgebende Methoden wie die PET/CT zeigen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen radiologischen Verfahren, da neben der Änderung der Größe der Metastasen auch deren Vitalität und Stoffwechselaktivität beurteilt werden kann. Damit ist die PET/CT eines der genauesten Verfahren für die klinische Diagnostik und Therapiekontrolle von Patienten mit Tumorerkrankungen. Allerdings ist die PET/CT mit einem hohen Aufwand verbunden und erfordert für jeden Patienten eine individuelle Herstellung des Tracers, einer schwach radioaktiv markierten Substanz, die in geringsten Mengen im Körper sichtbar gemacht werden kann. Um den Patienten in der Phase der Nachbeobachtung eine zusätzliche Sicherheit bieten zu können, ist es deshalb sinnvoll, eine möglichst einfache und wenig belastende Zusatzdiagnostik zu etablieren. Dies erhoffen sich die Forscher von der Diagnostik mittels Liquid Biopsy, einer Blutprobe, die es ermöglicht, zellfreie zirkulierende DNA (cfDNA) und insbesondere die zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) zu erfassen. Durch einen einfachen Bluttest können so genetische Informationen des Tumors im Blut untersucht werden. Ein Anstieg dieser Parameter könnte ein Hinweis auf ein Rezidiv sein.

Die Stiftung Immunonkologie fördert diesen Forschungsansatz, denn „sollte sich diese Methode in der Studie bewähren, wäre eine wenig invasive Möglichkeit vorhanden, den Patienten in der Phase der Therapiepause eine zusätzliche Sicherheit zu geben und die Kontrolle der Erkrankung besser überwachen zu können. Außerdem könnte es die Sorge, ein etwaiges Rezidiv nicht rechtzeitig zu erkennen, reduzieren und so zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen“ betont Prof. Dirk Jäger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Immunonkologie und Direktor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg.

Die genetischen Analysen erfolgen in Kooperation mit einem Team um Prof. Dr. med Olaf Rieß und Dr. med. Christopher Schroeder vom Institut für medizinische Genetik am Universitätsklinikum Tübingen.

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19.02.2020 – Deutscher Krebskongress 2020 in Berlin

Deutscher Krebskongress 2020 in Berlin

In Berlin fand vom 19. bis 22. Februar der 34. Deutsche Krebskongress statt. Dieser wird alle zwei Jahre veranstaltet. Der Veranstaltungsort war in diesem Jahr der CityCube Berlin auf dem Berliner Messegelände. Weitere Informationen finden Sie HIER.

Die Stiftung wurde wie in den Vorjahren am Stand der Stifterin präsentiert. Dieses Mal in Halle B am Stand C4, wo sie Interessierte über die Ziele und Aktivitäten der Stiftung informieren konnten.

Darüber hinaus verlieht die Stiftung im Rahmen des DKK erstmalig ihren Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“, der im Vorjahr 2019 zum ersten Mal ausgelobt wurde. Weitere Informationen zur Verleihung und den Preisträgern 2019 finden Sie HIER.

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19.02.2020 – Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ erstmals verliehen

Zum ersten Mal vergibt die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie ihren Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“

Von links: Dr. Riccardo Pecori, Dr. Luisa Bresadola, Bruno Loureiro Cadilha

München/Berlin, 19. Februar 2020 – Anlässlich des 34. Deutschen Krebskongresses (DKK) vergab die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie (IO) ihren Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“: Heute wurden drei junge Wissenschaftler für ihre innovativen exzellenten Forschungsarbeiten im Bereich der Immunonkologie ausgezeichnet. „Nur über Forschung kann es eines Tages gelingen, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu besiegen. Der Förderpreis soll gerade junge Forscher motivieren, zur Weiterentwicklung der Immuntherapie beizutragen“, erklärte Dr. Michael May, Vorstand der Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie.

Diese Forscher wurden mit dem Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ ausgezeichnet:

Dr. Luisa Bresadola: Umfassende genomische und transkriptomische Analyse von primären und rezidivierenden Kopf-Hals-Tumoren

Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome (HNSCC) bilden eine Gruppe heterogener Erkrankungen, die aus den Epithelzellen der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes, der Nasenhöhle und der Speicheldrüsen hervorgehen. Hauptrisikofaktoren sind Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und die Infektion mit humanem Papillomavirus (HPV). Trotz aggressiver Behandlung rezidivieren bis zu 50% der Patienten innerhalb von drei Jahren und haben sehr schlechte Prognosen. 

Dr. Luisa Bresadola und ihr Team untersuchten in ihrer Studie, wie sich die genetische Landschaft und die Muster der Genexpression während der Tumorentwicklung, bei Wiederauftreten und nach der Behandlung ändern. Die daraus hervorgegangen Informationen können unser Verständnis der Tumorprogression verbessern und bei der Vorhersage helfen.

Bruno Loureiro Cadilha: Eine verbesserte Rekrutierung sowie die Umgehung der Immunsuppression ermöglicht den Einsatz der T-Zelltherapie bei soliden Tumoren 

Die CAR-T-Zelltherapie ist bei Patienten mit hämatologischen Krebserkrankungen ein Hoffnungsträger und führt in einigen Fällen zu dauerhaften Remissionen. Zurzeit wird die CAR-T Zelltherapie bei soliden Tumoren noch nicht eingesetzt, da die modifizierten T-Zellen nicht in den Tumor eindringen können und durch das immunsuppressive Milieu des Tumors gehemmt werden. Bruno Loureiro Cadilha und sein Team forschen an der Überwindung dieser Einschränkungen, denn dies ist entscheidend, um die Translation der CAR-T-Zelltherapie in solide Tumoren zu ermöglichen. 

Dr. Riccardo Pecori: RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung der Sensitivität gegenüber Immuntherapien

Die Immuntherapie hat den Erfolg in der Behandlung von Krebserkrankungen deutlich verbessert. Trotz dieses klinischen Erfolgs sprechen viele Patienten nicht auf eine Immuntherapie an oder entwickeln eine therapeutische Resistenz. Aus diesem Grund ist die Entwicklung neuer Strategien zur Sensibilisierung von Tumoren für die derzeit verwendete Immuntherapie dringend erforderlich. Riccardo Pecori und sein Team forschen deshalb an RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung der Empfindlichkeit gegenüber Immuntherapien.

Mit Forschungsförderung Hoffnung gestalten 

Frau Dr. med. Katja Weisel, Vorstand der Stiftung und stellvertretende Direktorin im UCCH (Universitäres Cancer Center Hamburg) macht noch einmal deutlich, dass die immunonkologische Forschung mit vielen Hoffnungen aber auch mit Herausforderungen verbunden ist: „Wir hoffen, möglichst viele Krebsarten mit der Immunonkologie behandeln und eines Tages auch heilen zu können.“ Nach wie vor besteht hier großer Forschungsbedarf, sowohl präklinisch als auch klinisch und in der Versorgung. Junge Wissenschaftler sollen mit dem Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ motiviert werden, den Erkenntnisgewinn im Bereich Immunonkologie voranzutreiben. 

Bewerbung für den Förderpreis Young Scientists 2021

Der Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ wird alle zwei vergeben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Immunonkologie forschen, sind aufgerufen, sich zu bewerben. 

Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und kann auf maximal drei Preisträger verteilt werden. Eine Bewerbung ist vor Abschluss des 40. Lebensjahrs und vor einer Habilitation möglich. Die einzureichende Forschungsarbeit muss bislang unveröffentlicht sein; die Arbeiten dürfen nicht älter als zwölf Monate sein. Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. September. 

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die ausgezeichneten Arbeiten werden im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung präsentiert.

Weitere Informationen, auch zu den Teilnahmebedingungen, finden sich unter www.stiftung-io.org/unsere-foerderbereiche/unsere-foerder-preise.

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20. Januar 2020 – Symbolische Scheckübergabe in Hamburg

Förderung Rauch-Stopp-Programm bei Krebspatienten

Prof. Dr. Holger Schulz, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH), UKE, Dr. Michael May, Vorstand BMS Stiftung Immunonkologie, Prof. Dr. Katja Weisel, Vorstand BMS Stiftung Immunonkologie, Stiftungsmanagerin

München/Hamburg 20.01.2020 – Die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie unterstützt mit einer Fördersumme in Höhe von 210.000 Euro die Entwicklung eines Rauch-Stopp-Programms bei Patienten mit einer Krebsdiagnose. Am 20. Januar 2020 fand die symbolische Scheckübergabe durch die Stiftungsvertreter im UCCH statt. 

Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter und senkt das Krebsrisiko – das belegen bereits zahlreiche Studien. Doch wie sieht es aus, wenn man bereits an Krebs erkrankt ist? Auch hier deuten erste Studienergebnisse an, dass eine Beendigung des Rauchens die Prognose der Krebserkrankung deutlich verbessern kann und eine Krebstherapie zudem besser vertragen wird. Warum aber hören Patienten trotz der Krebsdiagnose oft nicht auf zu rauchen? Wie kann man Patienten besser aufklären und gleichzeitig zu einem effektiven Rauchstopp motivieren? Um diesen wichtigen Fragen nachzugehen, fördert die BMS Stiftung Immunonkologie die Entwicklung eines Rauch-Stopp-Programmes für Krebspatienten am Universitären Cancer Center Hamburg. Die Unterstützung von 210.000 Euro ist auf insgesamt zwei Jahre angelegt.

 „Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für Krebserkrankungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor des UCCH. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Patienten zu zeigen, dass es auch nach der Diagnose noch Sinn hat, damit aufzuhören.“ Prof. Dr. Holger Schulz, Institut und  Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE: „Wir möchten uns in diesem Projekt zunächst auf die psychologischen Aspekte rund um den Rauchstopp konzentrieren, und effektive Programme testen, um diese bei möglichst vielen Patienten zukünftig umsetzen zu können. Hierzu sind umfassende psychologische Erhebungen und Forschungsarbeiten notwendig.“

Die Prävention von Rauchen wird im UCCH bereits seit Jahren großgeschrieben. Bereits im 15. Jahr finden hier „Nichtrauchen ist cool“-Vorlesungen für Schüler statt. Über 100.000 Schüler haben in den letzten 15 Jahren das Programm bereits durchlaufen. Die Zahlen beweisen den Erfolg des Programms: Unter Jugendlichen bis 17 Jahren nimmt die Zahl der Raucher kontinuierlich ab, wobei der Bildungsstand einen Einfluss hat. Es zeigt sich also, dass Prävention und Bildungsmaßnahmen dazu sehr eng zusammenhängen. 

„Mehr als 80 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Die Raucherentwöhnung auch im bereits erkrankten Stadium ist also ein wichtiges Thema, welches wir als Stiftung gerne fördern möchten“, begründet Dr. Michael May vom Vorstand der Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie die Förderung. 

 

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10.09.2019 – Gremiensitzung in 2019

Vorstand und Kuratorium

Gremien

Die Stiftung Immunonkologie hat zwei satzungsgemäße Gremien: den Vorstand und das Kuratorium.

Der Vorstand besteht aus drei Personen, die medizinisch und wissenschaftlich im Bereich der Immunonkologie tätig sind und laut Satzung „die laufenden Entscheidungen zur Verwirklichung der Stiftungszwecke treffen“.

Das Kuratorium unterstützt den Vorstand und entscheidet im Rahmen der Förderleitlinien über die Projekte der Stiftung.

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25. Juli 2019 – Thoraxklinik Heidelberg erhält knapp 200.000 Euro als Fördersumme für die Entwicklung von standardisierten Entscheidungshilfen

Thoraxklinik Heidelberg erhält knapp 200.000 Euro als Fördersumme für die Entwicklung von standardisierten Entscheidungshilfen

München/Heidelberg, 25. Juli 2019 – Für Patientinnen und Patienten mit der Diagnose eines metastasierten Lungenkarzinoms stehen oft viele Entscheidungen an, für die sie größtmögliche Unterstützung benötigen. Ein Team der Thoraxklinik Heidelberg wird genau für diese Lebensphase standardisierte Entscheidunghilfen entwickeln, die Patientinnen und Patienten bei drängenden medizinischen und psychosozialen Fragen helfen können. Die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie fördert die auf zwei Jahre angelegte Entwicklung und Implementierung dieser Entscheidungshilfen mit 197.371 Euro.

„Lungenkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen“, sagt Oberarzt Matthias Villalobos, der zum Heidelberger Team gehört. „In ungefähr der Hälfte der Fälle wird die Krankheit erst diagnostiziert, wenn sie bereits gestreut hat. Dann ist eine Heilung kaum möglich und die existentielle Belastung sehr hoch.“ In solchen Krisensituationen steht den Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen an der Thoraxklinik Heidelberg ein interprofessionelles Team aus speziell geschulten Ärztinnen, Ärzten und Pflegefachkräften zur Seite.

„Gerade die neuen onkologischen Therapiestrategien erfordern manchmal einen Balanceakt zwischen Hoffnung und realistischer Krankheitseinschätzung. Die von uns geförderten Entscheidungshilfen sollen Patientinnen und Patienten in dieser krisenhaften Zeit helfen, die für sie wichtigen Themen anzusprechen“, begründet Michael May, Vorstandsmitglied der Stiftung die Förderung. „Mit den Entscheidungshilfen lassen sich dann möglicherweise für viele Fragen auch Antworten finden.“

Die ab Herbst 2019 in Heidelberg entwickelten Entscheidungshilfen werden bundesweit zur Verfügung stehen.

Medienkontakt:
Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie
Viola von Elsner
c/o Bristol Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Arnulfstraße 29, 80636 München
T: 089 – 121 42 433
E: viola.elsner@stiftung-io.org

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07.06.2019 – Symbolische Scheckübergabe in Erlangen


Freude über die Förderung bei Luzie Heinzerling (2.v.r.) und Gernot Schuler (Mitte) von der Hautklinik der Uniklinik Erlangen. Die symbolische Urkunde überreichen Michael May (l) vom Stiftungsvorstand, Horst Ohlmann (2.v.l.) von der Deutschen Stiftungstreuhand und Dierk Neugebauer (r) vom Kuratorium der Stiftung. (Foto: SIO)

Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie fördert Aufbau eines Online-Registers

München/Erlangen, 7. Juni 2019 – „Die Immunonkologie hat die Krebsbehandlung revolutioniert“, sagt Lucie Heinzerling, Oberärztin der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen und Leiterin der Dermatoonkologie. „Doch über einige Nebenwirkungen der neuen Tumortherapien ist noch zu wenig bekannt – das wollen wir mit einem speziellen Online-Register ändern.“ Mit 100.000 Euro hilft die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie bei der Anschubfinanzierung für das Register. Vorstandsmitglied Michael May und Kuratoriumsmitglied Dierk Neugebauer überreichten die symbolische Förderurkunde. Das Register, das dem besseren Management von Nebenwirkungen dient, wird als Online-Plattform in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut aufgebaut. „Ein Register wie dieses in Erlangen hilft, Krankheitsverläufe über verschiedene Tumorarten hinweg besser zu verstehen“, begründet Michael May die Förderung. „Da­durch verbessert sich für die Patientinnen und Patienten dank der Immuntherapie nicht nur die Behandlung der Krebserkrankung, sondern auch deren Lebensqualität.“ Seit fast zehn Jahren untersucht Lucie Heinzerling seltene und komplexe Nebenwirkungen von Immunthera­pien, die bislang insbesondere beim Melanom, dem so genannten Schwarzen Hautkrebs, eingesetzt werden. Da Immuntherapien zunehmend auch bei anderen Tumorerkrankungen und in früheren Stadien zum Einsatz kommen, soll das Register die Erfahrungen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen bündeln und Ärztinnen und Ärzte bei der immunonkologischen Versorgung unterstützen.

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22.01.2019 – Medien-Expertin Cornelia Holsten verstärkt Kuratorium

Cornelia Holsten (Foto: privat)

Medien-Expertin Cornelia Holsten verstärkt Kuratorium der Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie

München/Bremen, 22. Januar 2019 – „Lange Zeit war die Verbesserung der Lebensqualität unter einer Krebserkrankung ein Tabuthema“, sagt Cornelia Holsten. „Das möchte ich ändern, denn Mut und Lebensfreude sind die besten Verbündeten im Kampf gegen den Krebs.“ Mit diesen Worten begründet die Juristin und Medienexpertin aus Bremen ihr Engagement für die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie.

Holsten, die als Direktorin der Landesmedienanstalt Bremen vorsteht und auch Vorsitzende der Direktorenkonferenz aller Landesmedienanstalten ist, spricht aus eigener Erfahrung. Sie freut sich deshalb, Betroffenen mit ihrer Arbeit für die Stiftung Mut machen zu können. Ende 2018 wurde sie in das Kuratorium der unabhängigen und gemeinnützigen Stiftung berufen. Eines der Projekte, für die Holsten sich in diesem Jahr engagieren will, ist ein Medienpreis, den die Stiftung auslobt: „Wir wollen Beiträge auszeichnen, die dazu beitragen, Immunonkologie auch außerhalb von Wissenschaft und Medizin besser zu verstehen.“

Mit der Immunonkologie sind große Hoffnungen verbunden. Für den wissenschaftlichen Ansatz, das eigene Immunsystem bei der Krebsbekämpfung zu nutzen, wurde 2018 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Denn die Immunonkologie bietet – neben den klassischen Ansätzen in der Krebstherapie, der Operation, Bestrahlung, Chemo- und zielgerichteter Therapie – eine weitere Behandlungsoption, bei der spezielle Substanzen die körpereigene Abwehr gegen Krebs mobilisieren.

Ziel der Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie ist es, die Lebenserwartung und die Lebensqualität von Menschen mit einer Krebsdiagnose zu verbessern. Ein Ziel, bei dessen Erreichung Cornelia Holsten die Stiftungsgremien unterstützen will. Im Kuratorium der Stiftung arbeitet sie mit Fachleuten aus Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft eng zusammen.

Sie können diese Pressemitteilung auch als pdf herunterladen.

Bei Fragen: Harriet Langanke, 089/121 42 433 oder info@stiftung-io.org.

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09.11.2018 – Zweite Gremiensitzung in 2018



Die zweite Sitzung der Gremien in 2018 findet am 9. November in Hamburg statt.
Auf Einladung ihres Kuratoriumsmitglieds Carsten Bokemeyer treffen sich Vorstand und Kuratorium zu einer Gremiensitzung in Hamburg. Auf der Tagesordnung stehen die Entscheidungen zu den vorliegenden Anträge und die Planungen . Außerdem planen sie die Arbeit der Stiftung im laufenden Jahr.

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01.10.2018 – Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“: Neuer Förderpreis für junge Krebsforscherinnen und -forscher – Stiftung fördert immunonkologische Forschung

Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“: Neuer Förderpreis für junge Krebsforscherinnen und -forscher – Stiftung fördert immunonkologische Forschung

Wien/München, 1. Oktober 2018 – Unter dem Namen „Young Scientists IO“ lobt die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie (IO) erstmals einen Forschungsförderpreis aus. Anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) lädt die stellvertretende Vorstands­vorsitzende der Stiftung, Katja Weisel, junge Krebs-Forscherinnen und -forscher ein, sich um den neuen Preis zu bewerben.

„Die immunonkologische Forschung ist mit vielen Hoffnungen, aber auch Herausforderungen verbunden. Wir hoffen, möglichst viele Krebsarten mit der Immunonkologie behandeln und eines Tages auch heilen zu können“, sagte Weisel am Samstag beim DGHO-Kongress in Wien. Die Tübinger Krebs-Spezialistin sieht den Forschungsbedarf bei der Immunonkologie sowohl präklinisch wie auch klinisch und in der Versorgung.

Mit ihrem Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ zeichnet die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie innovative Forschungsideen sowie exzellente Forschungsarbeiten im Bereich Immunonkologie aus. Bewerben können sich junge Forschende aus Medizin und Wissenschaft, „wenn ihre Forschung dazu dient, Menschen mit einer Krebsdiagnose bessere Chancen für eine lebenswerte Zukunft zu geben“.

Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich ausgeschrieben. Zur Teilnahme berechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Immunonkologie forschend tätig sind.

Eine Bewerbung ist vor Abschluss des 40. Lebensjahrs möglich und vor der Habilitation. Die einzureichende Forschungsidee muss bislang unveröffent­licht sein; Forschungsarbeiten dürfen nicht älter als zwölf Monate sein. Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. September.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die ausgezeichneten Arbeiten und Ideen werden im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung präsentiert.

Weitere Informationen, auch zu den Teilnahmebedingungen, finden sich unter www.stiftung-io.org/unsere-foerderbereiche/unsere-foerder-preise. Die Pressemitteilung als PDF gibt es hier.

Bei Fragen:
Harriet Langanke, 089/121 42 433 oder info@stiftung-io.org.