Der Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“

Die Hoffnung der Wissenschaft ist es, in Zukunft möglichst viele Krebsarten mithilfe der Immunonkologie besser zu behandeln, sie in eine chronische Erkrankung zu überführen oder eines Tages sogar heilen zu können. Doch nach wie vor besteht hier großer Forschungsbedarf, sowohl in der präklinischen-, als auch in der klinischen Forschung und im Bereich der Versorgung.

„Nur über Forschung kann es eines Tages gelingen, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu besiegen. Der Förderpreis soll gerade junge Forscher motivieren, zur Weiterentwicklung der Immuntherapie beizutragen.“

Dr. Michael May, Vorstandsmitglied der Stiftung Immunonkologie.

Der Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“

Mit dem Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ zeichnet die Stiftung alle zwei Jahre innovative und exzellente wissenschaftliche und medizinische Arbeiten im Bereich der Immunonkologie aus, die dazu dienen, Menschen mit einer Krebsdiagnose bessere Chancen für eine lebenswerte Zukunft zu geben. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und kann auf maximal drei Personen aufgeteilt werden. Erstmals wurde der Preis 2019 ausgelobt und beim 34. Deutschen Krebskongress in Berlin verliehen.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die Verleihung des diesjährigen Forschungsförderpreises wird im Rahmen des Deutschen Krebskongresses im Frühjahr 2022 in Berlin stattfinden. Die Preisträger erhalten dabei die Chance ihre Arbeiten dem breiten Fachpublikum zu präsentieren.

Voraussetzung und Bewerbung

Bewerben können sich junge Forschende aus Medizin und anderen wissenschaftlichen Disziplinen, beispielsweise der Biologie oder auch der Versorgungsforschung, wenn sie auf dem Gebiet der Immunonkologie forschend tätig sind. Eine Bewerbung ist vor Abschluss des 40. Lebensjahrs und vor der Habilitation möglich. In der Preisordnung finden Sie weitere Informationen (Deutsch oder Englisch).

Der Preis wird im Jahr 2023 wieder ausgeschrieben. Bitte verwenden Sie das folgende Bewerbungsformular für Ihre Bewerbung (Deutsch oder Englisch ). Sollten Sie weitere Fragen zur Bewerbung haben, können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

Preisträger 2019

Anlässlich des 34. Deutschen Krebskongresses in Berlin wurde zum ersten Mal der Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ verliehen: Am 19. Februar 2020 wurden drei junge Wissenschaftler für ihre innovativen exzellenten Forschungsarbeiten im Bereich der Immunonkologie ausgezeichnet.

Dr. Luisa Bresadola

Umfassende genomische und
transkriptomische Analyse von primären und rezidivierenden Kopf-Hals-Tumoren
Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome (HNSCC) bilden eine Gruppe heterogener Erkrankungen, die aus den Epithelzellen der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes, der Nasenhöhle und der Speicheldrüsen hervorgehen. Hauptrisikofaktoren sind Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und die Infektion mit humanem Papillomavirus (HPV). Trotz aggressiver Behandlung rezidivieren bis zu 50% der Patienten innerhalb von drei Jahren und haben sehr schlechte Prognosen.

Dr. Luisa Bresadola und ihr Team untersuchten in ihrer Studie, wie sich die genetische Landschaft und die Muster der Genexpression während der Tumorentwicklung, bei Wiederauftreten und nach der Behandlung ändern. Die daraus hervorgegangen Informationen können unser Verständnis der Tumorprogression verbessern und bei der Vorhersage helfen.

Translationale Onkologie (TRON)
an der Universitätsmedizin der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr. Bruno Loureiro Cadilha

Eine verbesserte Rekrutierung sowie die
Umgehung der Immunsuppression
ermöglicht den Einsatz der T-Zelltherapie
bei soliden Tumoren

Die CAR-T-Zelltherapie ist bei Patienten mit hämatologischen Krebserkrankungen ein Hoffnungsträger und führt in einigen Fällen zu dauerhaften Remissionen. Zurzeit wird die CAR-T Zelltherapie bei soliden Tumoren noch nicht eingesetzt, da die modifizierten T-Zellen nicht in den Tumor eindringen können und durch das immunsuppressive Milieu des Tumors gehemmt werden.

Bruno Loureiro Cadilha und sein Team forschen an der Überwindung dieser Einschränkungen, denn dies ist entscheidend, um die Translation der CAR-T-Zelltherapie in solide Tumoren zu ermöglichen.

Zentrum für Integrierte
Proteinforschung und Abteilung
für klinische Pharmakologie,
Medizinische Klinik und Poliklinik
IV, Klinikum der Universität
München

Dr. Riccardo Pecori

RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung
der Sensitivität gegenüber Immuntherapien

Die Immuntherapie hat den Erfolg in der Behandlung von Krebserkrankungen deutlich verbessert. Trotz dieses klinischen Erfolgs sprechen viele Patienten nicht auf eine Immuntherapie an oder entwickeln eine therapeutische Resistenz. Aus diesem Grund ist die Entwicklung neuer Strategien zur Sensibilisierung von Tumoren für die derzeit verwendete Immuntherapie dringend erforderlich.

Riccardo Pecori und sein Team forschen deshalb an RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung der Empfindlichkeit gegenüber Immuntherapien.

Deutsches
Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Heidelberg

"

I think scientists are too often focused on new discoveries and publications, but science should always have a positive impact on society and help people to live longer and healthier lives - which is exactly the mission of the Stiftung Immunonkologie.

Dr. Riccardo Pecori,
Preistbräger 2019.
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